Fit Star
News

Ernährungstrend: Intervallfasten im Faktencheck!

FIT STAR FITNESSBLOG | Thema: Ernährung

 

Jedes Jahr am Aschermittwoch ist es soweit: Die Fastenzeit beginnt. Und Fasten ist seit einiger Zeit wieder voll im Trend – unter anderem auch das sogenannte ‚Intermittent Fasting‘ (zu deutsch: Intervallfasten). Doch was bringt es? Wir haben uns das mal für Euch angeschaut.

Was ist eigentlich Fasten?

Egal ob religiös motiviert oder aus persönlichen Gründen: Fasten ist eine uralte Form der Enthaltung. Wie genau gefastet wird, ist dabei sehr unterschiedlich. Während beispielsweise Muslime im Fastenmonat Ramadan zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang überhaupt nichts zu sich nehmen, essen Christen in ihrer Fastenzeit traditionsgemäß kein Fleisch. Heutzutage wird die Fastenzeit jedoch oft auch von nicht-religiösen Menschen als Anlass genommen, um in unserer heutigen Konsumgesellschaft, in der alles immer unbegrenzt verfügbar ist, einmal bewusst auf Dinge zu verzichten. Viele berichten hier von positiven psychologischen Effekten.

Dazu kommen noch dutzende verschiedene Formen des Heilfastens. Diese sollen, wie der Name schon sagt, den Körper regenerieren. Eine Form sticht dabei in den letzten Jahren immer wieder als Trend heraus: Intermittend Fasting, oder zu Deutsch Intervallfasten. Wenn beispielsweise Millenials (also 20 bis 40-Jährige) einem bestimmten Ernährungsplan folgen, dann ist Intervallfasten deren beliebteste Methode.

 

Wie läuft Intervallfasten ab?

Auch hier gibt es verschiedene Ansätze, die häufigste Variante ist diese: Es wird über eine gewisse Zeit komplett auf Nahrung verzichtet, dafür kann dann in der restlichen Zeit ohne besondere Regeln gegessen werden. Beispielsweise fastet man 16 Stunden am Tag und isst ausschließlich in den verbleibenden acht Stunden.

 

Was sind die Ziele von Intervallfasten?

Je nach Art von (Intervall-)Fasten, die praktiziert wird, unterscheiden sich auch die damit verbundenen Hoffnungen und Ziele. Einige wollen ihren Körper entgiften, andere den Stoffwechselstatus der Ketose erreichen (hier zieht der Körper seine Energie vor allem aus der Verbrennung von Fetten, anstatt beispielsweise aus Kohlehydraten). Letztlich ist das Hauptziel aber vor allem eines: abnehmen.

 

Was bringt Intervallfasten?

Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass beispielsweise Übergewichtige mit Intervallfasten erfolgreich abgenommen haben. Der Grund ist einfach: durch die lange Essenspause nimmt man auf den ganzen Tag gesehen weniger Kalorien zu sich – beispielsweise weil man auf unnötiges Essen zwischendurch verzichtet. Also alles gut, und wer abnehmen will sollte einfach Intermittent Fasting betreiben? Jain. Ganz so einfach ist es nicht.

Denn tatsächlich bestätigen andere Studien zwar ebenfalls, dass man durch Intervallfasten abnehmen kann – allerdings zeigen diese auch, dass die Methode nicht effizienter ist als andere Diäten. Bei deren Ernährungsplänen nimmt man schließlich im Normalfall ebenfalls weniger Kalorien zu sich als sonst. Und auch wenn es natürlich immer andere Einflussfaktoren gibt, so steht beim Ziel Abnehmen doch eines über allem anderen: Wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er oder sie verbrennt, nimmt ab.

Dazu kommt das Grundproblem von Diäten mit ‚extremen‘ Ernährungsplänen: Der Jojo-Effekt. Stellt man seine Ernährung nur um, um abzunehmen, nimmt man oft wieder zu, sobald man in seine ‚normale‘ Ernährung zurückfällt. Letztlich nimmt man nur dann langfristig ab, wenn man auch seine Ernährung dauerhaft umstellt. Und ein Leben lang fasten werden die wenigsten, denn das ist schlicht zu anstrengend. Es gibt schließlich seine Gründe, warum auch die uralten religiösen Fastenzeiten einen Anfang und ein Ende haben.

Die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, endet übrigens nach sechs Wochen an Ostern.