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Alkohol: Schadet ein Bier auf dem Frühlingsfest Deinem Trainingserfolg?

 

FIT STAR FITNESSBLOG I Thema: Wissen

Im Sommer sind die Veranstaltungskalender voll, fast jedes Wochenende bietet sich die Gelegenheit zu einem geselligen Abend. Es ist kein Geheimnis: Wir Deutschen lieben unsere Feste – und unser Bier. Auch als Sportler will man sich mal ein Bier oder Glas Wein gönnen. Wir verraten Dir, wie Alkohol auf den Körper und insbesondere auf den Muskelaufbau wirkt und worauf Du dabei achten solltest.

Du hast Dich im Sport ausgepowert und gönnst Dir nach der Dusche ein kühles Bier? Dieser gelegentliche Genuss von Alkohol sabotiert Deine sportlichen Ambitionen noch nicht – ein geselliger Abend oder eine ausgelassene Partynacht mit mehreren Drinks reduziert Deinen Trainingseffekt aber enorm:

So zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Massey-Universität in Neuseeland, dass die Leistungsfähigkeit und Regeneration der Muskeln von Personen, die sechs bis sieben Getränkemischungen aus Wodka und Orangensaft getrunken hatten, fast zweimal schlechter war, als bei denen, die nichts getrunken hatten (Getestet wurde bei einem Training 36 Stunden nach dem Alkoholkonsum und nochmals beim Training 60 Stunden nach dem Konsum).

Alkohol gilt gemeinhin als Genussmittel und ist eines von wenigen erlaubten Suchtmitteln in Deutschland. Mediziner sehen das weitaus kritischer: Für sie gilt Alkohol, beziehungsweise Ethanol (die offizielle chemische Bezeichnung), als schädliches Zellgift – schon kleine Mengen täglich eingenommen können dem Körper auf Dauer zusetzen.

 

Fitness & Alkohol: Keine gute Idee

Egal ob Kraft oder Ausdauer – man trainiert meist mit dem Ziel, die Muskeln fitter zu machen. Leider sprechen wissenschaftliche Fakten dafür, dass Alkohol dem Muskelaufbau im Weg steht. Wir haben Euch die wichtigsten Fakten mal zusammengefasst:

 

ALKOHOL...
 

...HEMMT DIE AUSSCHÜTTUNG VON WACHSTUMSHORMONEN

Alkohol behindert den Muskelaufbau im Wesentlichen, da es den Testosteronspiegel senkt. Testosteron ist maßgeblich an natürlichen muskelaufbauenden (anabolen) Prozessen beteiligt.

 

...ERHÖHT DIE CORTISOLAUSSCHÜTTUNG

Alkohol greift noch weiter in den Hormonhaushalt ein: Es vermindert nicht nur das Hormon Testosteron, sondern sorgt auch für eine erhöhte Ausschüttung von Cortisol – und wirkt somit muskelabbauend (also katabol). Cortisol ist ein Stresshormon und mindert darüber hinaus auch die Funktion des Immunsystems, was den – nach dem Sport ohnehin geschwächten Körper – auch noch infektanfälliger macht.

 

... HEMMT DIE AUFNAHME VON VITALSTOFFEN UND DAS AUFFÜLLEN DER GLYKOGENSPEICHER

Obwohl Bier wichtige Vitalstoffe und Kalium enthält – Kalium ist essentiell für das Auffüllen der Glykogenspeicher – verhindert der Alkohol, dass der Körper diese richtig aufnehmen und zur Regeneration verwenden kann.

 

...ENTZIEHT DEM KÖRPER WASSER

Zu wenig Wasser im Körper birgt die Gefahr einer Dehydrierung. Das zeigt sich vor allem an dem starken Durst am nächsten Morgen. Außerdem wird dann der Abbau von Schadstoffen erschwert und die Muskeln nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Das führt wiederrum dazu, dass der Muskel nicht genügend Energie hat um zu wachsen und sich nach dem Sport schnell wieder zu erholen und Laktat abzubauen. 

 

...ERWEITERT DIE BLUTGEFÄSSE

Das führt dazu, dass der Körper auskühlt und somit mehr Energie benötigt, um seine normale Temperatur zu erhalten. Diese dafür verwendete Energie fehlt dann z.B. bei der Regeneration der Muskeln.

 

...VERSCHLECHTERT DEN SCHLAF

Zwar schläft man alkoholisiert tatsächlicher schneller ein, aber die Schlafqualität und der Schlafrhythmus leiden. Während des ungestörten, nüchternen Schlafs werden Schadstoffe abgebaut und vermehrt Wachstumshormone gebildet, die für einen hohen Muskelanteil, starke Knochen sowie einen geringen Fettanteil sorgen.

 

...MACHT DICK

Alkohol an sich hat schon viele Kalorien – und wir alle wissen: Überschüssige Kalorien werden als Fett gespeichert. Beim Abbau von Alkohol in der Leber entsteht Acetat, was der Körper fortan statt Fette zur Energiegewinnung nutzt. Während dieses Prozesses werden von der Leber selbst wiederrum ungesunde Fette produziert.
Hinzu kommen die Kalorien der meist sehr zuckerhaltigen Mischgetränke sowie die Kalorien des Mitternachtssnacks, denn Alkohol regt den Appetit an. Der Hunger entsteht, da Alkohol den Blutzuckerspiegel senkt.

 

Die negativen Auswirkungen von Alkohol beschränken sich leider nicht nur auf den Katertag danach, sondern können sich insbesondere im Sport noch mehrere Tage zeigen. MöchtestDu also wirklich Muskeln aufbauen, solltest Du Alkohol nur in kleinen Mengen und bestenfalls an trainingsfreien Tagen konsumieren!

Tipp: Der Verzehr von Steaks, Fisch oder veganen Alternativen mit viel Protein kann den Körper dabei unterstützten die schädlichen Nebenwirkungen zu reduzieren und die Versorgung und Regeneration der Muskeln anzukurbeln.

 

 

 

Quellen:

 

https://www.fitforfun.de/workout/fitness/fitness-wie-sehr-schadet-alkohol-der-fitness-160816.html

 

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/rauschmittel/alkohol/alkohol-wirkung-100.html

 

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31310-2/fulltext

 

https://www.welt.de/gesundheit/article160311021/So-schaedlich-ist-Alkohol-fuer-die-Muskeln.html

 

https://www.foodspring.de/magazine/alkohol-und-muskelaufbau-7-fakten-die-du-kennen-solltest