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Studie bestätigt: Sport wirkt wie eine Impfung für das Immunsystem

 

FIT STAR FITNESSBLOG I Thema: Gesundheit

Sport tut uns gut, das wissen die meisten. Doch Fitnesstraining erzeugt nicht nur Glückshormone in unserem Körper, sondern kann uns sogar vor Infektionen und Krankheiten schützen. Das hat eine neue Studie der Sporthochschule Köln herausgefunden und beschreibt die Wirkung von Sport wie eine Impfung für das Immunsystem. Wie erklären Dir warum.

Bist Du körperlich fit, fühlst Du Dich unter anderem stärker, leistungsfähiger und selbstbewusster. Und dieser persönliche Eindruck trügt nicht, sondern regelmäßiger Sport wirkt sich tatsächlich in vielerlei Hinsicht positiv auf Deine Gesundheit aus. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche. Mediziner raten außerdem dazu, das Herz-Kreislauf-System moderat zu trainieren und sich nicht unbedingt bis zum Anschlag auszupowern. Wir klären auf warum das so ist und was dabei in Deinem Körper passiert.

 

Was passiert beim Sport im Körper?

Schon nach wenigen Sekunden Sport ändert sich Dein Blutbild. Adrenalin wird ausgeschüttet und verschiedenste Zellen schwimmen nun vermehrt durch Deine Blutbahn (u.a. sogenannte NK-(Natürliche Killer)-Zellen, T-Zellen und Granulozyten), die sich auf die Jagd nach allem machen, was nicht in Deinen Körper gehört. Bereits mäßiges Ausdauertraining sorgt dafür, dass Dein Körper besser durchblutet und Dein Immunsystem unterstützt wird. Denn die Zahl der weißen Blutkörperchen steigt an und Abwehrstoffe werden freigesetzt.

Die Forscher der Sporthochschule Köln untersuchten für ihre Studie unter anderem Spieler der deutschen Hockey-Olympiamannschaft und diese hatten nachgewiesen mehr regulatorische T-Zellen (also entzündungshemmende Immunzellen) im Blut als Personen ohne regelmäßige Bewegung.

 

Also einfach ganz viel Sport treiben und nie mehr krank werden? Ganz so funktioniert es nicht, denn zu langes oder intensives Fitnesstraining kann den gegenteiligen Effekt haben: Nämlich den, dass dein Körper kurzfristig geschwächt und damit anfälliger für Infektionen ist. Mediziner sprechen in diesem Zusammen vom „Open Window“. Wird der Körper also zu sehr beansprucht, beispielsweise bei einem Wettkampf, kann dieser Stress das Eindringen oder Vermehren eines Virus sogar begünstigen. Du solltest also auf Deinen Körper hören und Deine Trainingseinheiten langsam steigern.

 

„Bewegung ist das beste Medikament, das wir auf dem Markt haben.“

Davon ist Peter Renner, Arzt in der Kardiologie am Klinikum Süd in Nürnberg, überzeugt. Er hat mit den Nürnberger Nachrichten über die Kölner Studie gesprochen. Die kühne These, dass Sport vor Corona schütze, will Renner nicht aufstellen, auch wenn er im Krankenhausalltag und im Bekanntenkreis mitbekommt, dass sportlich aktive Personen, die sich mit Corona infiziert haben, die Erkrankung erstaunlich gut überstanden hätten. Natürlich gibt es keine Belege dafür, dass Sportler eine Corona-Erkrankung mit milden Symptomen überstehen – doch in den vergangenen sechs Monaten sind deutliche Tendenzen in diese Richtung sichtbar geworden. 

In anderen Zusammenhängen wurde der positive Einfluss von Bewegung auf Körper und Geist bereits erforscht und nachgewiesen, beispielsweise bei Demenzkranken. Bei den getesteten Personen sorgten zwei Sporteinheiten pro Woche für mehr kognitive Leistung und mehr Lebensfreude – womit wir wieder bei den Glückshormonen wären, die durch Fitnesstraining erzeugt werden.

 

Welcher Sport hilft dem Immunsystem am meisten?

Gerade Sportarten, die den Körper fordern, aber auch gleichzeitig einen entspannenden Effekt haben, sind besonders effektiv: Beispielsweise Yoga und Pilates sowie Cardio-Training bieten sich hier an. Ideal ist es, wenn der Trainingspuls nicht 70 % bis 80 % der maximalen Herzfrequenz überschreitet. Die Faustformel zur maximalen Herzfrequenz: Männer 220 minus Lebensalter, Frauen 226 minus Lebensalter – aber Vorsicht, diese Zahlen können gerade bei trainierten Menschen abweichen! 

Auch Kraftsport hat ähnliche positive Effekte auf das Immunsystem. Hier ist der Schlüssel ebenfalls, den Körper nicht zu überfordern, wenn man sein Immunsystem auf Vordermann bringen möchte.

Generell gilt wohl, wie oft im Leben, dass die richtige Mischung entscheidend ist: Betreibst Du viel Kraftsport, tust Du wahrscheinlich gut daran, immer wieder eine Cardio-Einheit ins Training einzubauen – auch wenn Du gerade nicht im ‚Cut‘ bist. Umgekehrt ist natürlich unterstützendes Krafttraining sinnvoll, wenn Du mehr Ausdauersport betreibst – schon aus sportwissenschaftlicher Sicht.

 

Wichtig ist, dass Du regelmäßig Sport treibst, langsam startest (mit steigendem Fitnesslevel kannst Du die Intensität Deiner Trainingseinheiten erhöhen) und natürlich Spaß hast – dann profitierst Du nicht nur von mehr Glückshormonen, sondern auch von einem gestärkten Immunsystem! :) 

 

 

 

Hinweis: Die Studie der Fachhochschule Köln wurde bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie durchgeführt und nun veröffentlicht. Aufgrund der aktuellen Lage erhält die Studie derzeit große Beachtung. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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