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Fasten für Anfänger

 

FIT STAR FITNESSBLOG I Thema: Ernährung

Jedes Jahr am Aschermittwoch ist es soweit: Die Fastenzeit beginnt. Doch Fasten ist seit einiger Zeit auch während des Jahres wieder voll im Trend – die meisten Menschen tun es, um abzunehmen, aber der freiwillige Verzicht kann sich auch positiv auf das seelische Wohlbefinden auswirken. Wir haben uns für Euch mal schlau gemacht: Welche Arten von Fasten gibt es und was bringt das?

Die närrische Zeit ist am Aschermittwoch vorbei und der ein oder andere kämpft noch mit den extra Pfunden der Weihnachtsschlemmerei – da kommt der Start der Fastenzeit am Mittwoch ja wie gerufen. Viele verzichten ab Aschermittwoch aus religiösen Gründen auf Genussmittel wie Schokolade, Alkohol oder Fleisch. Doch auch aus gesundheitlichen Gründen wird sich bewusst für einen Verzicht entscheiden, beispielsweise beim Heilfasten.

FIT STAR verschafft Dir einen Überblick mit Fragen und Antworten rund ums Thema Fasten.


Was ist eigentlich Fasten?

„Fasten ist der bewusste und freiwillige Verzicht auf Nahrung und Alkohol über einen begrenzten Zeitraum“, erklärt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Üblich ist eine Fastendauer von fünf bis zehn Tagen – längerer Verzicht kann gefährlich sein und sollte in jedem Fall ärztlich begleitet werden. 

Fasten ist eine uralte Form der Enthaltung und ein religiöser Brauch. Der Körper soll dabei vor größeren Festen quasi gereinigt werden. Das Fasten kommt in allen Weltreligionen vor: So essen beispielsweise Muslime im Fastenmonat Ramadan zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang überhaupt nichts, während Christen in ihrer Fastenzeit traditionsgemäß auf Fleisch verzichten. Heutzutage wird die Fastenzeit jedoch oft auch von nicht-religiösen Menschen als Anlass genommen, um bewusst auf bestimmte Nahrungsmittel wie etwa Süßigkeiten oder medialen Konsum wie Fernsehen oder Social Media zu verzichten. Modern ist es derzeit außerdem durch bestimmte Fastenarten wie Heilfasten oder Intervallfasten das eigene Gewicht zu reduzieren – aus gesundheitlichen oder ganz individuellen persönlichen Gründen. Viele berichten hierbei auch von positiven psychologischen Effekten.


Wofür ist Fasten gut?

Fasten entgiftet, reinigt und regeneriert den Körper. Der bewusste Verzicht steigert oftmals das Wohlbefinden und bewirkt noch viele weitere deutlich spürbare Verbesserung der Gesundheit – straffere Haut, Stärkung des Immunsystems, stabilere Darmfunktion, Linderung chronischer Beschwerden, Senkung der Blutfettwerte, Sensibilisierung von Geschmacks- und Geruchssinn. 

Viele Fastende berichten auch von positiven Auswirkungen auf die Psyche: Der Gewichtsverlust, die verbesserte Durchblutung und das allgemeine Wohlbefinden wirken entspannend und erholsam. Hinzu kommt, dass der Körper vermehrt das Glückshormon Serotonin ausschüttet und die Konzentration des Stresshormons Kortisol reduziert, was den Fastenden zu einem emotionalen Gleichgewicht und innerer Ruhe verhilft.


Wer kann fasten?

Im Prinzip kann jeder gesunde Erwachsene fasten. Mediziner raten Anfängern sich einer Fastengruppe anzuschließen. Hier unterstützten sich die Teilnehmer gegenseitig, sollte der eigene Wille zum mal schwächeln. Vom Fasten absehen sollten Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Heranwachsende unter 14 Jahren sowie Personen, die unter einer Essstörung leiden. Auch wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte in jedem Fall vor dem Fasten mit seinem Hausarzt sprechen.


Wie wird gefastet?

Es gibt verschieden Arten des Fastens:

HEILFASTEN: Entwickelt wurde das Heilfasten vom Mediziner Otto Buchinger (1878-1966). Gestartet wird mit einer gründlichen Darmreinigung durch Glauber-/Bittersalze oder Einläufe. Anschließend wird fünf bis sieben Tage keine feste Nahrung zu sich genommen. Erlaubt sind Gemüsebrühe, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte und natürlich Wasser sowie mit etwas Honig gesüßte Tees für Mineralstoffe und Vitamine.

INTERVALLFASTEN: Es wird über eine gewisse Zeit komplett auf Nahrung verzichtet, dafür kann dann in der restlichen Zeit ohne besondere Regeln gegessen werden. Es verschiedene Ansätze, doch die häufigste Variante ist diese: man fastet 16 Stunden am Tag und isst ausschließlich in den restlichen acht Stunden.

FASTEN MIT SUPPEN ODER OBST(SÄFTEN): Auch hier wird auf feste Nahrung komplett verzichtet und sich entweder über Suppen oder Säfte ernährt. Wasser und Tee sind natürlich erlaubt. Beim Obstfasten isst der Fastende bis zu fünfmal am Tag eine große Portion frisches Obst und Gemüse. 

FASTEN MIT MILCH UND BRÖTCHEN: Diese Fastenkur geht auf den Arzt Franz Xaver Mayr (1875-1965) zurück und soll vorrangig den überreizten Magen-Darm-Trakt beruhigen. Täglich werden drei Brötchen mit bis zu einem halben Liter Milch gegessen. Täglich werden zusätzlich bis zu drei Liter Wasser oder Kräutertee getrunken.


Tipps zum Fasten:

  • Gut ist es schon ein paar Tage vorher weniger und am besten vegetarisch und leicht verdaulich zu essen als sonst, dann ist die Umstellung für den Körper nicht zu radikal.
     
  • Idealer Zeitpunkt für Fastenkuren sind Urlaubszeiten, denn dann sind Körper und Geist ohnehin im Ruhezustand. Wer lieber außerhalb der Ferienzeit fasten möchte, legt den Start bestenfalls auf einen Freitag – so hat man für die Umstellung zumindest die meist ruhigeren Tage des Wochenendes.
     
  • Wer aus Gründen der Gewichtsreduktion fastet, sollte sich auch Gedanken über seine Essgewohnheiten machen und diese auf den Prüfstand stellen – sonst hat das Fasten wenig Sinn und ein Jo-Jo-Effekt stellt sich danach schnell ein.
     
  • Nach dem Fasten ist es wichtig in kleinen Schritten zu gewohnten Nahrung zurückzukehren. Also die ersten drei Tage die Nahrungszufuhr schrittweise wieder erhöhen und dabei maßvoll und langsam essen und wichtig: gründlich kauen!

 

Die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, endet übrigens nach sechs Wochen an Ostern. ;)

Viel Spaß beim Ausprobieren und Durchhalten!