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CALISTHENICS – Der neue Workout-Trend aus den USA

 

FIT STAR FITNESSBLOG I Thema: Training

Calisthenics ist in aller Munde, immer mehr Menschen betreiben diese Sportart – bevorzugt draußen in Parks oder anderen Grünanlagen. Doch was ist Calisthenics eigentlich genau? Auf welcher Trainingsphilosophie basiert die Sportart? Im Blogartikel erfährst Du alles, was Du über Calisthenics wissen musst.

Calisthenics kommt aus dem griechischen und ist eine Zusammensetzung aus „kallos“ und „sthenos“, was übersetzt „schöne Kraft“ bedeutet. Das passt auch sehr gut, denn Calisthenics ist eine Form von dem Kraftsport mit dem eigenen Körpergewicht bei der besonders auf die richtige Übungsausführung geachtet wird. Trainiert wird also langsam, sauber und mit möglichst korrekter Form. Oftmals wird Calisthenics auch synonym für Street Workout verwendet. Ursprünglich begann es um die Jahrtausendwende in den Sportparks von New York. Da man kaum bis nahezu kein Equipment benötigt, kann man den Sport immer und überall ausführen – viele machen die Straße zu ihrem Fitnessstudio. 

 

TRAININGSPHILOSOPIE VON CALISTHENICS

Das Ziel von Calisthenics ist es, verschiedene dynamische und statische Elemente zu erlernen, beispielsweise einen Muscleup, einen Handstand oder eine Human Flag. Dabei wird sehr bewusst trainiert, denn Calisthenics ist ein progressiver Kraftsport. Das bedeutet, Du wählst zunächst Übungen, die Du mit Deinem aktuellen Leistungslevel trainieren kannst (z.B. Liegestütze auf den Knien). Sind Ausführung und Kraft ausgereift und die Übung für Dich leicht machbar, wählst Du die nächste Progression der Übung, um neue Reize zu setzen (z.B. normale Liegestütze). Das Ganze kannst Du Dir wie eine Leiter vorstellen – Du näherst Dich „step-by-step“ dem Endziel (z.B. einer einarmigen Liegestütze).

 

ECKDATEN VON CALISTHENICS:

  • Training mit dem eigenen Körpergewicht
  • Fokus liegt auf der richtigen, kontrollierten Übungsausführung
  • Progressiver Kraftsport mit dem Ziel neue Übungen zu erlernen
  • Oftmals Street Workout genannt, da kaum Equipment benötigt/überall ausführbar

 

Durch das progressive Trainingskonzept ist Calisthenics für Jedermann geeignt – egal wie alt oder wie schwer Du bist. Jede Person kann mit Calisthenics beginnen und den richtigen Einstieg in den Sport für sich finden. Wichtig dabei ist, seinen persönliches Leistungslevel ehrlich einzuschätzen, sonst droht Verletzungsgefahr. Steigern kann man sich dann nach und nach. Generell ist die Verletzungsgefahr aber eher gering, da Übungen mit dem eigenen Körpergewicht „natürlich“ sind und verschiedene Bewegungen aus dem Lebensalltag wiederspiegeln. Auch Dysbalancen werden so vermieden.

 

MULTIFUNKTIONAL & UNENDLICHE VARIANTIONSMÖGLICHKEITEN

Calisthenics fordert ein erhöhtes Koordinationsbewusstsein, da die meisten Übungen komplexer sind und somit bei der Übungsausführung mehrere Muskelgruppen trainiert werden. Das wiederrum macht das Training auch sehr effizient, da somit auch mehr Kalorien verbrannt werden als bei Isolationsübungen. Positiver Nebeneffekt ist eine sehr gute Körperkontrolle.

Bei Calisthenics ist der Fantasie beim Training keine Grenze gesetzt – da wird mal eben ein Geländer zur Klimmzugstange umfunktioniert oder ein Winkel bei einer Übung verändert und schon hat man ganz neue Trainingsanreize. Die Variationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Allein eine Liegestütze kann man auf 50 verschiedene Arten ausführen, beispielsweise explosiv, indem man dabei in die Hände klatscht, einarmig, mit Kadenzen oder im Sandwich mit Deinen Trainingspartnern übereinander aufgestapelt.

 

IST DAS NICHT SEHR ÄHNLICH ZU FREELETICS?

Diese Frage ist berechtigt und in der Tat fallen sowohl Calisthenics als auch Freeletics in die Rubrik „Training mit dem eigenen Körpergewicht“. Freeletics ist wahrscheinlich sogar die bekannteste Form dieser Trainingsart. Dennoch gibt es zwei entscheidende Unterschiede:

  1. Bei Freeletics geht es darum, ein vorgegebenes Workout so schnell wie möglich durchzuziehen. Man versucht die gestoppte Zeit der Vorwoche oder des Trainingspartner zu schlagen. Im Gegensatz dazu steht bei Calisthenics nicht die Zeit sondern die saubere – und somit langsame, kontrollierte – Übungsausführung im Fokus.
     
  2. Auch die Trainingsform von Freeletics und Calisthenics unterscheidet sich. Wie bereits erklärt, ist Calisthenics ein progressiver Kraftsport mit dem Ziel neue Übungen zu erlernen. Man steigert sich step-by-step und wird stärker. Bei Freeletics hingegen wird das Training mit hohen Wiederholungszahlen und kurzen Pausenzeiten aufgebaut – das entspricht letztlich HIIT (High Intensive Intervall Training) und trainiert die Ausdauerkraft.

 

Hast Du Calisthenics schon probiert?

 

 

 

 

 

Informationsquellen:
https://www.pullup-dip.de/alles-ueber-calisthenics
https://www.fitforfun.de/workout/krafttraining/calisthenics-uebungen-die-besten-uebungen-fuer-den-einstieg-214020.html
https://www.fitbook.de/fitness/calisthenics-training-mit-eigengewicht